Treffpunkt um 13.00 Uhr beim Jüdischen Museum Hohenems, Villa Heimann-Rosenthal, Schweizer Strasse 5, 6845 Hohenems, Österreich
Ende der Führung an der Grenze Hohenems/Diepoldsau
Dauer des Rundgangs 2 Stunden, gesamte Führung 3 Stunden
Kosten 16€/Person, maximal 10 Personen
Bei Interesse bitte um Rückmeldung bis 30. Juni 2024 an office@oegg.ch.
Information zum Projekt: Führungen und Besichtigungsangebote | Jüdisches Museum Hohenems (jm-hohenems.at)
Die Dauerausstellung des Jüdischen Museums thematisiert die jüdische Geschichte von Hohenems.
Eine exemplarische Geschichte der europäischen Diaspora, die von Migration und grenzüberschreitenden Netzwerken geprägt ist und die die Menschen in den Vordergrund stellt – ihre Erfahrungen und Widersprüche, ihre Lebensentwürfe und Brüche.
Das ehemalige Jüdische Viertel in Hohenems ist ein fast lückenlos erhaltenes Ensemble mit jüdischer Geschichte. Zusammen mit der ehemaligen Christengasse bildet das ehemalige Jüdische Viertel den urbanen Kern von Hohenems. Der historische Baubestand des Stadtzentrums ist ein kulturhistorisches Zeugnis für die jahrhundertelange Koexistenz von zwei Traditionsgemeinschaften – der christlichen und der jüdischen – in diesem Ort. Der heutige Baubestand geht auf das ausgehende 18. und das 19. Jahrhundert zurück. Erhalten sind – neben den Wohnhäusern der jüdischen Familien – alle Gebäude, die den religiösen oder sozialen Gemeindefunktionen dienten: Synagoge, Mikwe (Ritualbad), Schulhaus und Armenhaus.
Der Jüdische Friedhof von Hohenems ist eines der bedeutendsten kulturhistorischen Zeugnisse des Landes. 1617, als Graf Kaspar von Hohenems die Ansiedlung jüdischer Familien erlaubte, wurde den neuen Bürgern auch ein Grundstück als Friedhof zugewiesen. Es liegt etwa 2 km südlich vom Stadtkern am bewaldeten Abhang des Schwefelberges.
1938 wurde der Friedhof als Besitz der Jüdischen Gemeinde Hohenems von der nationalsozialistischen Gemeindeverwaltung beschlagnahmt und “arisiert”. In der Folge kam es zu Friedhofsschändungen – nicht Zerstörung – und nach Kriegsende zur Rückstellung an die Kultusgemeinde in Innsbruck. Seit 1954 befindet sich der Friedhof im Besitz eines Schweizer Vereins, den Nachkommen jüdischer Familien aus Hohenems zur Erhaltung gegründet haben.
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